Wer wir sind / About us

Randi Becker studierte Sozialwissenschaften, Soziologie und Politische Theorie in Gießen, Frankfurt am Main und Darmstadt. In ihren Bachelor- und Masterarbeiten beschäftigte Sie sich mit verschiedensten Verknüpfungen von Geschlecht und Antisemitismus: Sie arbeitete zu Sexzwangsarbeit in KZ-Bordellen, zu Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus, sowie zu Antisemitismus in Intersektionalität. Seit 2020 promoviert sie zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit unter dem Titel „Emanzipation und Regression – Ambivalenzen von Rassismuskritik“.

Hauptberuflich arbeitete sie als Dozentin in einem Bildungszentrum für den Bundesfreiwilligendienst. Zudem ist sie nebenberuflich als politische Bildnerin tätig und hält Vorträge und Workshops für unterschiedlichste Zielgruppen. Als Lehrbeauftragte lehrt sie an verschiedenen hessischen Universitäten.

Sie forscht, lehrt und spricht zu Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, sowie deren Verschränkungen. 
 

Publikationen
Randi Becker (2020) Kein Platz für Jüdinnen? – Antisemitismus und Intersektionalität, in: blog interdisziplinäre geschlechterforschung, 03.11.2020, www.gender-blog.de/beitrag/antisemitismus-intersektionalitaet/, DOI: https://doi.org/10.17185/gender/20201103

Becker, Randi (2019): Fortsetzung: Die Gnade der weiblichen Geburt?, Frauen als Täterinnen in „Euthanasie“-Gedenkstätten Teil 2, in: Gedenkstättenrundbrief 196, S. 29 – 39.

Becker, Randi (2019) Die Gnade der weiblichen Geburt?, Frauen als Täterinnen in „Euthanasie“-Gedenkstätten Teil 1, in: Gedenkstättenrundbrief 195, S. 41 – 48.

Becker, Randi; Streiß, Teresa (2018) „Zum Verhältnis von Antirassismus und Feminismus. Sich in die Nesseln setzen“, in: Linkerhand, Koschka (2018): Feministisch streiten, Texte zu Leidenschaft und Vernunft unter Frauen, Quer Verlag.


Kerstin Dembsky studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte in Berlin sowie Zeitgeschichte und Gender Studies in Potsdam und Tel Aviv. Nach ihrem Studium absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat am Jüdischen Museum München in den Bereichen Ausstellungsgestaltung, Kulturvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit. Als Assistenzkuratorin war sie an der Konzeption der Ausstellung „Sieben Kisten mit jüdischem Material“. Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute beteiligt und für die Redaktion des zugehörigen Ausstellungskatalogs verantwortlich.

Seit Dezember 2018 arbeitet Kerstin Dembsky als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte des Historischen Seminars der Universität Münster. Sie forscht und lehrt zu Themen der deutsch-jüdischen Geschichte und Geschlechtergeschichte, zu Antisemitismus und Verschwörungstheorien vom 19. bis 21. Jahrhundert. Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes untersucht sie das Verhältnis des bundesrepublikanischen Feminismus zum Antisemitismus in den 1970er bis 1990er Jahren.

Publikationen
Kerstin Dembsky (2018): „Äußerst kompliziertes Inventar“. Jüdische Ritualgegenstände im Museum für Franken von 1913 bis heute, in: „Sieben Kisten mit jüdischem Material“ – Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute, hrsg. v. Jüdisches Museum München/Museum für Franken, S. 73-89, Leipzig: Hentrich & Hentrich Verlag.


Christian Kleindienst ist seit September 2019 Doktorand am Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europas von Prof. Dr. Maren Möhring zum Thema Antisemitismus in der deutschen und US-amerikanischen Frauenbewegung.

Bis Juli 2019 studierte und lehrte er am Institut für Kulturwissenschaften Leipzig. Seine Schwerpunkte sind Theorie und Geschichte des Antisemitismus, Kritische Theorie der Gesellschaft und Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Das Dissertationsprojekt „Antisemitismus und Geschlecht. Zur Integration und Kritik antisemitischer Ressentiments in der deutschen und US-amerikanischen Frauenbewegung (1970-2001)“ untersucht aus einer kultur- und verflechtungsgeschichtlichen Perspektive die Konstellation von Antisemitismus, Frauen und Geschlecht entlang kulturell-gesellschaftlicher Kontexte im Umfeld der Frauenbewegung der Bundesrepublik / USA und fragt nach der Anschlussfähigkeit, Integration und Kritik von antisemitischen Vorstellungen in feministischen Diskursen und Praktiken.

Publikationen
Christian Kleindienst, Antisemitismus und Geschlecht – Zur Integration und Kritik antisemitischer Ressentiments in der (west-)deutschen und US-amerikanischen Frauenbewegung (1970–2001), in: Lennard Schmidt/Andreas Borsch/Salome Richter/Marc Seul/Luca Zarbock/Niels Heudtlaß (Hg.), Antisemitismus zwischen Kontinuität und Adaptivität, 1. Aufl., Göttingen 2022, 121–136. https://doi.org/10.14220/9783737014984.121

Christian Kleindienst ist Mitglied im ESA Research Network – RN31 – Ethnic Relations, Racism and Antisemitism. Seit März 2020 ist er Promotionsstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung.

Seine Website findet sich hier: https://postkulturwissenschaften.de/


Monty Ott hat 2017 den Master ‘Religion im kulturellen Kontext’ an der Leibniz-Universität Hannover abgeschlossen. Bereits während des Studiums publizierte Ott zu Themen wie Antisemitismus und Vergangenheitsabwehr und wirkte auch an einem Sammelband zur studentischen Ringvorlesung Deutsche Kontinuitäten mit. Seit vielen Jahren ist Ott publizistisch tätig und veröffentlicht regelmäßig Kommentare zu tagespolitischen Ereignissen u.a. in taz, WELT und ZEIT.  

Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Wahrnehmung partikularer, spezifisch queerer, jüdischer Lebenswelten in der deutschen Gesellschaft, Intersektionalität, wie auch der Rolle von Gender und queeren Betrachtungsweisen innerhalb jüdisch-theologischer Auseinandersetzungen.

Von 2018 bis 2021 war er Gründungsvorsitzender der einzigen, überregionalen queer-jüdischen Initiative Keshet Deutschland e.V..  

Publikationen (wissenschaftlich)
Monty Ott (2020): Dasein im Widerspruch. Die Verschränkung von Vergangenheitsabwehr, Homofeindlichkeit und Antisemitismus und ihre Folgen für queer-jüdisches Leben, in: Wissen schafft Demokratie 07/2020 – Kontinuitäten, S. 36-47, online: https://www.idz-jena.de/wsddet/wsd7-5/ 

Monty Ott (2016): Ein „offensichtlich […] politische[r] Willkürakt“: Ernst Fraenkel und die Aberkennung seines Doktortitels in Frankfurt 1940, in: Kritische Justiz 49 (2016) Heft 3. 

Publikationen (allgemein)
Monty Ott, Ruben Gerczikow (2021): Deutsche Juden oder Juden in Deutschland?, online: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article224524108/1700-Jahre-Jubilaeum-Deutsche-Juden-oder-Juden-in-Deutschland.html?cid=onsite.onsitesearch 

Monty Ott, Ruben Gerczikow (2021): Kitt der Demonstranten. Antisemitismus unter Corona-Leugnern, online: https://taz.de/Antisemitismus-unter-Coronaleugnern/!5734818/ 

Monty Ott (2020): Queeres Judentum? Verschwunden, online: https://www.zeit.de/kultur/2020-01/juedisches-leben-homosexualitaet-judentum-queer

Monty Ott, Laura Cazés (2020): Welche Farbe haben Juden? Eine Replik auf Michael Wuligers Kolumne über jüdische »People of Color«, online: https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/welche-farbe-haben-juden-2/